Ein Zombiedreh-Fazit:
Der Dreh ist abgeschlossen, die Post-Production hat begonnen. Danke an alle, die hinter und vor der Kamera mitgemacht haben und sich quälen haben lassen…und das sogar ohne einen Cent Gage zu verlangen!
Zwei Tage Dreh, was hab ich gelernt?
1 ) Filmvorbesprechungen am Vorabend beim Fortgehen funktionieren nicht!
2 ) Zwei Tage Drehzeit für einen Film mit einer Vielzahl an Szenen, Locations und Darstellern ist verdammt wenig Zeit, auch wenn es nur ein 7 minütiger Kurzfilm ist. In dem Fall ging’s aber nicht anders (Ergebnis des Drehs: 20 Stunden am Set, fast 2 Stunden Filmmaterial).
3 ) Wie und womit die Zombies geschminkt werden, sollte schon vor dem ersten Drehtag klar sein. Das spart Nerven und Zeit und der erste halbe Drehtag geht nicht damit verloren, verschiedenste Schminkzutaten zusammenzukaufen.
4 ) Das Wetter beim Dreh kann über Freud und Leid entscheiden. Wir haben uns wie schon bei “HABANERO” ein wahnsinnig heißes Wochenende zum Drehen ausgesucht. All jene, die dieses Wochenende kiloweise Niveacreme und Schminke im Gesicht tragen durften, haben die geschätzten 35 Grad doppelt so stark gespürt. Außerdem ist die ganze Soße bei der Hitze nach einiger Zeit runtergeronnen. Nachschminken hat wieder Zeit gekostet. Dennoch hätte es schlimmer kommen können: durch Regen.
5 ) Kamerafahrten aus dem Kofferraum eines fahrenden Autos sind einfach extrem geil. Wieder, wie auch schon bei “42″, eingebaut!
6 ) Wenn man einen Film dreht, darf man nicht auf uneingeschränkte Begeisterung der Menschen im Umfeld rechnen, sonst kommt es zu bösen Überraschungen. (bevor es handgreiflich wird, sollte man sich als Bursch aus der Nachbarschaft outen!)
7 ) Ein hauseigener Whirlpool verzögert die Dreharbeiten! ^^
8 ) Szenen, bei denen man glaubt, sie seien schnell abgedreht, dauern am längsten (konkret: etwa 3 bis 4 mal solange).
9 ) Szenen mit 6-8 Personen gleichzeitig im Bild (die alle verschiedene Tätigkeiten machen) sind sehr komplex und langwierig.
10 ) Wenn man sich am ersten Drehtag um 10:00 h trifft, schaltet man die Kamera erst ca. um 14:30 h zum ersten Mal ein, es sei denn, im Vorfeld plant man schon alles bis ins Detail (Maske, Kostüme, Szenenablauf, Locations, genaue Rollenverteilung, etc).
11 ) Wenn am Abend des zweiten und letzten Drehtags ein WM-Finale stattfindet, man aber mit dem Dreh nicht so recht fertig werden will, fangen die mitwirkenden Fußballfans spätestens eine halbe Stunden vor Anpfiff an, etwas nervös zu werden. Trotzdem waren alle bis zum Schluss konzentriert und haben alles motiviert mitgemacht. DANKE!
(…Liste kann von der Filmcrew ergänzt werden…)
Jetzt wird geschnitten. Während der Paul schon mit dem Cutting beginnt, suche ich nach (freier) Musik. Deadline ist Ende Juli. Ich freu mich auf das Ergebnis. Aber das Beste an der ganzen Sache war glaub ich sowieso das Drehen selbst, für mich zumindest!
