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Archiv für den Monat Dezember 2011

Achtung, Nostalgie-Post!

Es gab mal eine Zeit, als wir noch nicht massenweise Youtube-Trailer konsumierten, lange bevor die Filme überhaupt ins Kino gekommen sind. Ich selbst hab diese Zeit nur am Rande miterlebt, aber schöne Erzählungen darüber kenn ich zumindest.

Zum Beispiel von BBC-Entertainer und Attack the Block-Regisseur Joe Cornish, der mir vor eine paar Monaten in einem sehr unterhaltsamen Gespräch anvertraut hat, wie er den Kinostart von Predator erlebt hat (ja, der wahre mit Schwarzenegger aus dem Jahr 1987 und nicht der lahmärschige Predators). Da gabs im Vorfeld keinen Trailer zu sichten. Das einzige, womit er sich auf den Kinobesuch vorbereiten konnte, war das Poster. Und das hat im Fall von Predator auf keinen fetten Alien-Fight hingewiesen. Stattdessen hat sich Cornish auf einen kriegsfilmartigen Actioner eingestellt. Klar, am Poster sieht man ja auch nur Arnie mit einer Puffn in den Händen in einem Fadenkreuz posieren. Und darunter die Tagline “Soon the hunt will begin”. Die Überraschung im Kinosaal war damit umso größer – und damit auch der Spaß.

Ja, das waren wohl noch Zeiten. Heute haben wir hald dafür Youtube, Social Media und Filmrezensionen wohin man schaut.

Weil das Filmposter aber immer noch eine tolle Sache ist und einen hohen ästhetischen Wert hat, präsentiert soundonsight.org die besten Filmposter aus dem Jahr 2011. Wenn ich da so durchschaue, wünsch ich mich doch fast zurück in eine frühere Zeit, wo das Filmposter noch eine andere Magie gehabt hat.

Wenn ich mir diese Poster anschaue, fällt mir außerdem auf, dass ich viel zu viel noch nicht gesehen habe, wie z.B. diesen Hobo with a Shtgun. Viel zu tun, im Jahr 2011 wird sich’s vermutlich aber nicht mehr ausgehen. Dann aber im nächsten! Btw Frohe Weihnachten und guten Rutsch (aber ohne Auto, wie mir ein Augustin-Verkäufer letztens geraten hat)!

FILM FILM FILM – Jetzt auch in Wiener Neustadt. Grund zum Jubeln? Ja, schon.

Hier kommt jetzt ein etwas verspäteter Nachbericht der letzten Woche in Wiener Neustadt – nicht ganz unspektakulär, und überhaupt für Neustädter Verhältnisse. Während man der Eröffnung des SUB  entgegenfiebern darf, passiert jetzt schon was. Etwas Euphorie gerechtfertigt.

Konkret: Letzte Woche hat das erste Frontale Filmfestival stattgefunden. Mit Kurzfilmwettbewerb, Handyfilmwettbewerb, Schulworkshops und einer Reihe sehr sehenswerten Spiel- und Dokumentarfilme. Die ganze Palette. Darunter aktuelle österreichische Produktionen wie Die Vaterlosen (Marie Kreutzer, Bester Spielfilm Diagonale 2011) und Inside America (Barbara Eder). Beide Regisseurinnen sind dafür auch zum Diskutieren nach Neustadt gekommen. Am Ende des 3-tägigen Festivals hat’s dann noch den US-Klassiker The Breakfast Club (nach Publikumsabstimmung in OT ohne Untertitel, yeah) als Sahnehäubchen obendrauf gegeben.

Wir selbst, Doomsday Films, waren mit zwei Kurzfilmen im Rennen und haben am Schluss tatsächlich den Preis für den Besten Kurzfilm bekommen – mit unserem Zombie-Drama Gänseblümchen (über die Drehabreiten dazu hab ich letzten Sommer mal gebloggt). Kurz gesagt: Unpackbar.

Insgesamt fette Veranstaltung ( und das sag ich nicht nur weil wir gewonnen haben). Alle verfügbaren Daumen hoch für die Frontale und ihre Veranstalter.  Schön, dass Wiener Neustadt jetzt sowas hat. Hoffentlich auch in Zukunft ein guter Grund, um Anfang Dezember in die gute alte Heimatstadt zu kommen.

Abgesehen von der Frontale hat es auch der Verein Bollwerk mit seiner zweiten Auflage der BANALE letzte Woche bis auf die Bretter des Stadttheaters geschafft. Subkultur in Wiener Neustadt soll damit eine größere Bühne bekommen. In den lokalen Medien ist die Veranstaltung zwar trotzdem vorwiegend totgeschwiegen worden, aber was solls. Schrägster Abend im Stadttheater ever, weiter so!

…Übrigens, auch bei diesem Filmfestival haben wir einen Beitrag eingereicht – unseren 2 minütigen Experimentalfilm “Champ” – von dem es jetzt sogar ein Filmposter gibt. (Film demnächst vielleicht auf der bekanntesten Online-Videoplattform der Welt zu sehen, Bild vom Poster wird im Blog nachgereicht)

Jede Menge also losgewesen…in einer Woche…in WR. NEUSTADT! So darf es weitergehen. Olé!

Zum Schluss hier nochmal unser Film GÄNSEBLÜMCHEN, ein Zombie-Kurzfilm, den wir im Sommer 2010 innerhalb von zwei Tagen gedreht haben. Danke ans Team, dass das möglich war!

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